ATC Department

Anflug

 

Beschreibung

Die Rolle des Anfluglotsen ist es, ankommenden Verkehr zu kanalisieren um diese auf die aktive Piste des Zielflughafens zu bringen. Es ist seine Aufgabe einen konstanten Verkehrsfluss zu gewährleisten während die Grenzen und Höhenlimitierungen seines Luftraums berücksichtigt werden müssen. 

Ist kein Abflug online muss der Anflug auch die Pflichten des Abfluges übernehmen.

 

Anforderungen an das Basiswissen

Ein Anfluglotse muss mit folgenden Informationen gut vertraut sein:

  • Das gesamte Basiswissen des Delivery-, Vorfeld und Turmlotsen, sowie jenes des Abfluglotsen.
  • VFR, SVFR & CVFR Handling
  • Y und Z Flugpläne
  • Radarvektoren
  • Interpretation von Standard Anflugrouten (STAR)
  • MCA, MRVA & SRA
  • Fehlanflugverfahren (MAP)
  • Notfälle
  • Kontrollieren nach Prozeduren

 


Schritte um erfolgreich lotsen zu können

Wissen aneignen
Der erste Schritt für einen virtuellen Lotsen, welcher als Anfluglotse agieren möchte, ist das sich aneignen des oben erwähnten Wissens.

Aktuellstes Sektorfile installieren
Sobald du dich mit Wissen vertraut gemacht hast solltest du dir das aktuellste Sektorenfile auf unserer Startseite herunterladen. Das schweizer Sektorenfile enthält alle Flughäfen/Flugplätze und Heliports der Schweiz.

Aktuelles Handysheet öffnen
Als zweiter Schritt musst du dich mit dem Handysheet des Flugplatzes, auf welchem du Lotsen möchtest, vertraut machen. Es handelt sich dabei um ein einseitiges Dokument, welches die wichtigsten Informationen des Flughafens bereithält. Die aktuellste Version findest du immer auf der IVAO-Schweiz Website. Die Handysheets sind unter den Flughäfen zu finden.

Stationsfrequenz einstellen
In der IVAC COMM Box musst du die erste Frequenz so einstellen, dass diese dem Turm entspricht, mit welchem du dich einloggen möchtest.

Mit dem Befehl:
//118.000
stellst du die Frequenz auf 118.000, resp. auf die Frequenz welche du eingetragen hast.

Höhenfilter für den Anflug einrichten
Der nächste Schritt ist die Einrichtung des Höhenfilters. Da der Anfluglotse für die Freigaben am Boden sowie in der Luft verantwortlich ist, sollte der Filter jeglichen Verkehr in der Luft und am Boden einschliessen, jedoch lediglich bis zu einer bestimmten Flughöhe.

Dazu kannst du im Menü "PVD" unter "PVD Options" die Höhe des "Primary Altitude filter" von 0 bis ca. 20'000 Fuss über Boden einstellen. Somit wird jeder Verkehr, welcher mehr als 20'000 Fuss über Boden ist, automatisch ausgeblendet.

Verbinden mit dem IVAO Netzwerk
Sobald IVAC bereit kannst du dich mit dem Netzwerk verbinden.

Sobald du Online bist musst du folgende Schritte umgehend durchführen:

  • TeamSpeak-Kanal mit deinem Rufzeichen eröffnen (z.B. LSZH_W_APP)

  • ATIS vollständig und korrekt ausfüllen. 

  • Informiere angrenzende Lotsen (z.B. per Commbox, TeamSpeak, ...), dass du online bist

Verschiedene Arten von Verkehr
Die Anflugkontrolle wickelt grundsätzlich drei Arten von Verkehr ab, abfliegenden und anfliegenden IFR- und VFR Verkehr.

Der Verkehr kommt auf die Frequenz, sobald dieser vom Bezirkslotsen sicher an den Anfluglotsen übergeben werden kann, so dass kein Konflikt mehr bestehen kann. Sollte dies nicht möglich sein, koordinierte der Bezirkslotse die Übergabe des Flugzeugs. In den meisten Fällen gibt es jedoch eine vordefinierte Höhe oder einen Wegpunkt, an welchem die Flugzeuge spätestens übergeben werden. Der Anfluglotse wird dann einen möglichst gleichbleibenden Sinkflug zur Piste einleiten.

Der Anfluglotse kann dazu vordefinierte Anflugverfahren (RNAV Transition oder STAR) verwenden oder Radarvektoren. Um die Flugzeuge zu staffeln verfügt er auch über die Möglichkeit, mittels zuweisen einer Höhe und Geschwindigkeit, die Flugzeuge in genügendem Abstand voneinander zu halten. Sollte es die Situation erfordern können auch Warteschlaufen angeordnet werden.

Flugzeuge welche ein Fehlanflugverfahren durchführen müssen, werden vom Turmlotsen wieder zum Anfluglotsen geschickt, damit dieser einen neuen Anflug durchführen kann.

Neben IFR-Verkehr kommt es natürlich auch vor, dass ein VFR-Verkehr den Luftraum durchqueren möchte. Hierfür wird der Anfluglotse die nötige Koordination durchführen um den Durchflug zu ermöglichen. Sollte dies aus verkehrstechnischen  Gründen nicht möglich sein, kann dieser auch verlangen, dass der Verkehr ausserhalb des Luftraums bleibt oder Warteschlaufen fliegt.

Englisch ist ein MUSS
Einige Phraseologie-Beispiele finden sich unten, diese entsprechen dem ICAO Standard. Die Standardsprache in der Schweiz, sowie in der Aviatik, ist ENGLISCH. Auf jedem Flughafen in der Schweiz muss ein Pilot in Englisch bedient werden können. 

 

Phraseologiebeispiele (NUR ENGLISCH) 

 

Von der Übergabe bis zum ILS

 Pilot  ATC

Zurich Arrival good afternoon, Swiss 108U, descending to FL130 inbound BERSU, an Airbus 321 with information X-Ray

 
 

Swiss 108U Arrival good day, identified, descend to FL90, BERSU 1G arrival for ILS RWY 14

BERSU 1G arrival, descend to FL90, RWY 14 Swiss 108U

 

Traffic follows instructions and starts the BERSU 1G arrival

 

Swiss 108U direct GIPOL, descend to FL80

Direct GIPOL, down to FL80, Swiss 108U

 

Traffic is about to reach GIPOL

 

Swiss 108U hold at GIPOL, [expect maximum 1 holding]

Holding at GIPOL, Swiss 108U

 

Traffic performs holding

 

Swiss 108U [cancel the Hold], turn right heading 020 vectoring for ILS approach RWY 14, descend to 6'000 ft, QNH 1006

[Cancel the hold] heading 020 ILS RWY 14 and descending 6'000 ft, QNH 1006, Swiss 108U

 

Traffic follows instructions

 

Swiss 108U turn left heading 170, intercept localizer RWY 14

turn left heading 170 intercept localizer RWY 14, Swiss 108U

 

Traffic establishes on localizer 14 at 6'000ft and crosses minima limit

 

Swiss 108U descend to 4'000ft, cleared to ILS RWY 14

Descend to 4'000 ft, cleared ILS RWY 14, Swiss 108U

 

Traffic full establishes on ILS 14

 

Swiss 108U contact tower 118.100

Tower 118.100, good day, Swiss 108U